Wissenschaft

Biofilm: der unsichtbare Faktor.

Manche Bakterien spielen eine wichtige Rolle für die Körperfunktionen, andere haben negative Auswirkungen. Oraler Biofilm ist eine komplexe Gemeinschaft von Mikroorganismen, die zu Karies, Gingivitis und Parodontitis führen kann.

Nicht nur ein lokales Problem

Die Forschung bringt Mundbakterien und Entzündungen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Atemwegsinfektionen in Verbindung.

Der Mund als Tor zum Körper

Die Wissenschaft hat einen engen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeinem Wohlbefinden belegt – mit weitreichenden Auswirkungen auf das Herz, die Atemwege und möglicherweise sogar auf die Alzheimer-Krankheit. Wenn wir diesen Zusammenhang nutzen, öffnen wir die Tür zu einer neuen Ära der Prävention.

„Die Erkennung beginnt erst, wenn sich die Krankheit bereits entwickelt hat und die Patientin oder der Patient schon Schmerzen hat.“

Das Problem

Prävention ist noch immer subjektiv und zeitaufwendig.

Die Dentalhygiene ist eine wiederkehrende, häufige Behandlung – doch diesem klinischen Ablauf fehlt eine einheitliche, skalierbare Messgrundlage.

  • Mit bloßem Auge unsichtbar

    Biofilm ist ein wesentlicher Treiber von Karies und Parodontitis – und bleibt doch mit bloßem Auge unsichtbar. Die Plaque-Erfassung beruht oft auf Anfärben, Sichtprüfung und manueller Bewertung.

  • Eine 60 Jahre alte Färbemethode

    Plaquefärbemittel sind ungenau, hinterlassen Rückstände und erschweren Patientinnen und Patienten das Verständnis. Die Methode ist zeitaufwendig, unbeliebt und digital kaum skalierbar.

  • Kein vergleichbarer Index

    Die Bewertung ist subjektiv, die Dokumentation manuell. Ohne objektive Daten lässt sich Prävention nicht systematisch messen, vergleichen und über die Zeit verbessern.

Wo wir ansetzen

Von der Reparatur zur Prävention.

Mit künstlicher Intelligenz und technologischer Präzision wollen wir die Zahnmedizin weg vom Reparieren und hin zu einem proaktiven, präventiven und datenbasierten Umgang mit der Mundgesundheit bewegen.

  • 01

    Sichtbar

    Das Unsichtbare sichtbar machen: den Biofilm auf jeder Zahnoberfläche.

  • 02

    Messbar

    Objektive Daten statt subjektiver Einschätzung.

  • 03

    Früh

    Mögliche Risiken erkennen, bevor daraus eine Erkrankung wird.

Klinische Validierung

Zwei Universitätsstudien. Eine Evidenzstrategie.

90 geplante Teilnehmende in einander ergänzenden Studienprotokollen, die Biofilm-Messung, diagnostische Genauigkeit und klinische Anwendbarkeit untersuchen.

Universitätszahnklinik Wien

Ethikantrag in Begutachtung

50geplante Teilnehmende

Prof. Markus Laky, MSc

Klinische Referenz

Rustogi Modified Navy Plaque Index (RMNPI)

KI-Plaquebewertung im Vergleich zur klinischen Bewertung

Sigmund Freud PrivatUniversität

Positives Ethikvotum

40geplante Teilnehmende

Prof. Barbara Cvikl

Klinische Referenz

Mira-2-Ton-Plaquefärbung als Referenz

Sensitivität, Spezifität und ROC-AUC

Ergänzende Evidenz

Die Studie der Sigmund Freud PrivatUniversität misst zusätzlich Untersuchungszeit, Komfort, Präferenz und Motivation.

Studiendesigns laut Einreichung. Ethikstatus mit Stand Oktober 2026. Die Ergebnisse stehen noch aus.