Nicht nur ein lokales Problem
Die Forschung bringt Mundbakterien und Entzündungen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Atemwegsinfektionen in Verbindung.
Wissenschaft
Manche Bakterien spielen eine wichtige Rolle für die Körperfunktionen, andere haben negative Auswirkungen. Oraler Biofilm ist eine komplexe Gemeinschaft von Mikroorganismen, die zu Karies, Gingivitis und Parodontitis führen kann.
Die Forschung bringt Mundbakterien und Entzündungen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Atemwegsinfektionen in Verbindung.
Die Wissenschaft hat einen engen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeinem Wohlbefinden belegt – mit weitreichenden Auswirkungen auf das Herz, die Atemwege und möglicherweise sogar auf die Alzheimer-Krankheit. Wenn wir diesen Zusammenhang nutzen, öffnen wir die Tür zu einer neuen Ära der Prävention.
„Die Erkennung beginnt erst, wenn sich die Krankheit bereits entwickelt hat und die Patientin oder der Patient schon Schmerzen hat.“
Das Problem
Die Dentalhygiene ist eine wiederkehrende, häufige Behandlung – doch diesem klinischen Ablauf fehlt eine einheitliche, skalierbare Messgrundlage.
Biofilm ist ein wesentlicher Treiber von Karies und Parodontitis – und bleibt doch mit bloßem Auge unsichtbar. Die Plaque-Erfassung beruht oft auf Anfärben, Sichtprüfung und manueller Bewertung.
Plaquefärbemittel sind ungenau, hinterlassen Rückstände und erschweren Patientinnen und Patienten das Verständnis. Die Methode ist zeitaufwendig, unbeliebt und digital kaum skalierbar.
Die Bewertung ist subjektiv, die Dokumentation manuell. Ohne objektive Daten lässt sich Prävention nicht systematisch messen, vergleichen und über die Zeit verbessern.
Wo wir ansetzen
Mit künstlicher Intelligenz und technologischer Präzision wollen wir die Zahnmedizin weg vom Reparieren und hin zu einem proaktiven, präventiven und datenbasierten Umgang mit der Mundgesundheit bewegen.
Das Unsichtbare sichtbar machen: den Biofilm auf jeder Zahnoberfläche.
Objektive Daten statt subjektiver Einschätzung.
Mögliche Risiken erkennen, bevor daraus eine Erkrankung wird.
Klinische Validierung
90 geplante Teilnehmende in einander ergänzenden Studienprotokollen, die Biofilm-Messung, diagnostische Genauigkeit und klinische Anwendbarkeit untersuchen.
Ethikantrag in Begutachtung
50geplante Teilnehmende
Prof. Markus Laky, MSc
Klinische Referenz
Rustogi Modified Navy Plaque Index (RMNPI)
KI-Plaquebewertung im Vergleich zur klinischen Bewertung
Positives Ethikvotum
40geplante Teilnehmende
Prof. Barbara Cvikl
Klinische Referenz
Mira-2-Ton-Plaquefärbung als Referenz
Sensitivität, Spezifität und ROC-AUC
Ergänzende Evidenz
Die Studie der Sigmund Freud PrivatUniversität misst zusätzlich Untersuchungszeit, Komfort, Präferenz und Motivation.
Studiendesigns laut Einreichung. Ethikstatus mit Stand Oktober 2026. Die Ergebnisse stehen noch aus.